Matchbericht SC Schwyz : ESC I

Bittere Niederlage für den ESC in Schwyz

Nach dem sensationellen Sieg in Hünenberg musste sich die 1. Mannschaft des ESC Erstfeld 2 Wochen auf das nächste Spiel gedulden. Am vergangenen Samstag reisten die Urner nach Schwyz zum nächsten Aufstiegskandidaten. Trotz einer 0:1 Führung musste sich der ESC zum Schluss 2:1 geschlagen geben. Eine Punkteteilung wäre sicherlich auch verdient gewesen.

Fabian Gerig

In Schwyz stand für das Team von Cédric Progin und Andreas Walker das erste Spiel auf Naturrasen in diesem Frühjahr auf dem Programm. Die Umstellung war sichtlich spürbar. Die Erstfelder fanden nur schlecht ins Spiel und mussten das Spielgeschehen dem Heimteam überlassen. Trotzdem waren es die Gäste, welche zur ersten Chance kamen. Damian Eller setzte den Torhüter bei einem Rückpass unter Druck und wurde angeschossen. Der Ball prellte an die Latte und von dort knapp vor die Linie. Ebenso verpassten die Abschlussversuche von Frederic Euler und Bernhard Loretz das Ziel. Erstfeld fand besser ins Spiel, war aber in den Zweikämpfen etwas zu harmlos und schaffte es deshalb doch nicht, das Spieldiktat an sich zu reissen. Obwohl die Schwyzer etwas überlegen waren, kamen die Urner zu den besseren Chancen. Schwyz konnte lediglich mit ein paar Eckbällen für Gefahr sorgen. Es blieb aber bis zur Pause beim 0:0. Auch weil der Schwyzer Schlussmann in der 35. Minute einen Freistoss von Frederic Euler toll parierte und im Anschluss Bernhard Loretz und Damian Eller ihre Chancen nicht verwerten konnten.

Fahrlässiger Punktverlust
So richtig zufrieden konnten beide Teams nicht sein in der Pause. Die Schwyzer hatten aus ihrer Überlegenheit und mehr Ballbesitz zu wenig Chancen kreiert und die Urner vermochten ihre Chancen nicht zu nutzen. Das Heimteam konnte ihre Vorsätze für den 2. Umgang besser umsetzen und kam zu zwei Torabschlüssen. Die mitgereisten Erstfelder Fans mussten sich bis zur 58. Minute gedulden, bis wieder etwas in der Offensive passierte. Frederic Euler fand mit seinem Freistoss den Kopf von Fabian Gerig, der Ball wurde aber vom Schlussmann mit einer tollen Parade am Tor vorbei gelenkt. Den anschliessenden Eckball trat ebenfalls Euler, der erneut den Kopf von Gerig fand, welcher im Rückwärtslaufen zum Torerfolg kam. Dieser Vorsprung währte aber nur sehr kurz. Nach dem Anspiel kam ein weiter Ball der Schwyzer und eine Flanke in den Strafraum, wo die Erstfelder nicht zu klären vermochten und der Ball unglücklich an Michael Traxels Hand sprang. Den fälligen Penalty verwandelte der Schwyzer souverän. Die hektische Phase war aber damit noch nicht vorbei. Wiederum gleich nach dem Anpfiff ein weiter Ball von Traxel auf den aufgerückten David Epp, dieser legte auf Frederic Euler ab, welcher zur Mitte flankte. Rafael Aschwanden stand goldrichtig, verpasste aber mit seinem Kopfball das Tor ganz knapp. In der Folge waren die Erstfelder wieder vor allem mit Defensivarbeit beschäftigt und vermochten nach vorne kaum mehr Akzente zu setzen. In der 83. kam es so, wie es in der Vergangenheit für Erstfeld schon viel zu oft in Schwyz vorkam. In den letzten Minuten mussten die Urner einen weiteren Gegentreffer hinnehmen. Nach einer bereits bekannten Eckballvariante, in der die Schwyzer den Ball mit viel Zug gegen das Tor drehten, stand ein Angreifer auf dem zweiten Pfosten völlig alleine und musste den Ball nur noch über die Linie drücken. Die Erstfelder konnten nicht mehr reagieren und mussten das Spielfeld als Verlierer verlassen.

Chance verpasst
Das Team von Cédric Progin und Andreas Walker verpasste es einen wichtigen Punkt mitzunehmen und gegen einen zweiten Aufstiegskandidaten in Folge zu punkten. Am Donnerstag hat der ESC im ersten Heimspiel die nächste Gelegenheit Punkte einzufahren. Im Nachtragsspiel der 2. Runde gastiert der FC Ebikon. Mit einem Sieg können die Erstfelder wieder zur Spitze aufschliessen.

Telegramm; Bürgler Markus; Matthäus Baumann, Michael Arnold, Fabian Gerig, David Epp; Bernhard Loretz (64’ Janick Gisler), Michael Traxel, Gian Luca Tresch (75’ Fabio Tresch), Frederic Euler; Damian Eller (64’ Christopher Zurfluh), Rafael Aschwanden