6. Mai 2024

SC Cham : ESC Erst­feld

End­lich wie­der 3 Punk­te

Die Urner wuss­ten, dass an die­sem Sonn­tag bei präch­ti­gem Fuss­ball­wet­ter, ver­lie­ren ver­bo­ten war, woll­te man nicht noch tie­fer in den Abstiegs­tru­del rut­schen. Schluss­end­lich war dann das Glück der Nach­spiel­zeit ein­mal auf Sei­ten der Erst­fel­der und so konn­te man die­se 3 wich­ti­gen Punk­te mit nach Hau­se neh­men.

Das Spiel star­te­te mit einem Hal­lo-Wach-Effekt, denn bereits nach einer Minu­te wackel­te das Gebälk hin­ter Robin Bau­mann. Ein Kon­ter der Platz­her­ren über rechts, der Stür­mer in der Mit­te von zwei Ver­tei­di­gern nur beglei­tet, zäck Lat­ten­knal­ler. Wenn jemand noch Zwei­fel gehabt hät­te, ob das ein har­tes Stück Arbeit wird, dann waren die­se spä­te­stens jetzt ver­flo­gen. In der 9. Minu­te dann aller­dings der erste Jubel für Erst­feld, Gian-Luca Tresch auf der rech­ten Sei­te, lässt die Ver­tei­di­ger um sich her­um alt aus­se­hen, läuft zur Grund­li­nie, spielt den Ball flach in die Mit­te wo Nan­do Eller ihn nur über die Linie drücken muss­te. Da war end­lich wie­der eine Füh­rung für die Urner! Aber Cham kam immer wie­der gefähr­lich vors Gehäu­se und es war nur ihrer man­geln­den Chan­cen­ver­wer­tung zu ver­dan­ken, dass die Füh­rung bestand hielt. Die Gröss­te davon sicher­lich in der 20. Minu­te, als nach einem unnö­ti­gen Ball­ver­lust Cham allei­ne auf Robin Bau­mann los­zie­hen konn­te, die­ser blieb jedoch lan­ge ste­hen und ver­hin­der­te so den Aus­gleich. Dann war Erst­feld wie­der am Zug: Simon Muo­ser über links, Pass wie­der auf Nan­do Eller, sein Abschluss vom Tor­hü­ter genau vor die Füs­se vom durch­lau­fen­den Muo­ser pariert, wel­cher zur 0:2 Füh­rung erhö­hen konn­te. Ein Tor des Wil­lens von ihm und sehr wich­tig in die­ser Pha­se, da Cham mit hoch­ka­rä­ti­gen Chan­cen immer mehr ins Spiel fand. In der 36. Minu­te konn­ten sie dann doch noch jubeln. Ein unnö­ti­ger Frei­stoss fast bei der Eck­fah­ne, die Mög­lich­keit wäre da gewe­sen den Ball zu klä­ren, jedoch Abschluss Cham aus gut 20 Meter und dies­mal war Robin Bau­mann macht­los. Die­ser Anschluss­tref­fer war dann aber auch gleich­be­deu­tend mit dem Pau­sen­re­sul­tat. Die Füh­rung für Erst­feld sicher­lich schmei­chel­haft, wenn man die Chan­cen von Cham im Hin­ter­kopf hat.

Hek­ti­sche Schluss­pha­se

In der zwei­ten Hälf­te war die erste Chan­ce auf Sei­ten der Gäste. Ein lan­ger Ball von Daron Vaul­landt auf Elia Bau­mann, die­ser setzt sich gut durch, spielt auf Nan­do Eller, wel­cher Matteo Zgrag­gen bedient, des­sen Schuss jedoch knapp am Gehäu­se vor­bei. Das wäre es gewe­sen so kurz nach Wie­der­an­pfiff. In der 54. Minu­te wie­der Robin Bau­mann im Mit­tel­punkt, nach­dem er einen Kopf­ball eines allein­ge­las­se­nen Chamers gut parier­te. Ab der 58. Minu­te muss­te Cham dann mit einem Mann weni­ger aus­kom­men, da Emir Lok­mic nach einer Grät­sche von hin­ten sei­ne zwei­te gel­be Kar­te des Spiels sah. Dies hat­te jedoch wenig Ein­fluss aufs Spiel, denn Erst­feld konn­te aus der nume­ri­schen Über­zahl anfäng­lich noch wenig Kapi­tal schla­gen und Cham war ange­sta­chelt. Genau eine Stun­de war gespielt, als Gian-Luca Tresch den im Zen­trum lau­fen­den Nan­do Eller bedien­te, eine schö­ne Dre­hung um den Ver­tei­di­ger, freie Schuss­po­si­ti­on, aber der Abschluss wie­der neben den Kasten. Und so kam es wie es die­se Sai­son schon viel zu oft pas­sier­te, man bekommt einen Ball in der Abwehr nicht geklärt, die geg­ne­ri­sche Mann­schaft kann 2–3 Mal flan­ken, abschlies­sen und irgend­wann fällt er dann hin­ein, so auch an die­sem Sonn­tag in der 64. Minu­te. Eine wie­der­hol­te Flan­ke wur­de unge­nü­gend ins Zen­trum geklärt, wo Kehr­li sich ein Herz fass­te und Bau­mann zum Aus­gleich bezwang. Da war sie dahin die Füh­rung für Erst­feld. Cham in Unter­zahl mit neu­er Moti­va­ti­on. Ab da kam mit dem fri­schen Wind von Patrik Wyrsch von der Bank, eine neue Kom­po­nen­te ins Spiel von Erst­feld und von da an, waren es die Urner wel­che ver­mehrt aufs Gehäu­se der Platz­her­ren rann­ten. So war es in der 70. und 84. Minu­te eben die­ser Wyrsch mit zwei guten Abschlüs­sen. Ging der erste Schuss noch knapp über den Quer­bal­ken, so wur­de der zwei­te von einem Chamer Feld­spie­ler auf der Linie noch für den geschla­ge­nen Tor­hü­ter weg­ge­köpft. Aber die Gäste gaben nicht auf und lie­fen unauf­hör­lich auf das geg­ne­ri­sche Tor zu und woll­ten den Sieg unbe­dingt. In der 91. Minu­te war es Matteo Zgrag­gen mit einer Ein­zel­lei­stung, wel­cher die Urner Far­ben für den Auf­wand doch noch mit dem viel­um­ju­bel­ten 3. Tref­fer belohn­te. Nun hiess es die Füh­rung zu hal­ten und wenn jemand die Sai­son vom ESC mit­ver­folgt, dann weiss man wie man sich ein paar Minu­ten spä­ter gefühlt hat, als mit der aller­letz­ten Akti­on Cham ein Eck­ball zuge­spro­chen wur­de. Bit­te nicht schon wie­der in der letz­ten Sekun­de den Aus­gleich kas­sie­ren! Nein, der schlecht getre­te­ne Eck­ball wur­de bereits vor dem Straf­raum befreit und da ertön­te nach Ein­wurf Cham auch bereits der her­bei­ge­sehn­te Schluss­pfiff des guten Unpar­tei­ischen.

Fazit

Was war das für eine Ner­ven­schlacht?! Cham mit ihren Gross­chan­cen in der ersten Halb­zeit, Erst­feld hin­ge­gen mit einer opti­ma­len Chan­cen­aus­wer­tung mit der Füh­rung zur Pau­se. Dann der Aus­gleich von Cham in Unter­zahl, das Anren­nen der Gäste in der Schluss­pha­se mit dem schluss­end­lich beloh­nen­den Füh­rungs­tref­fer aber dann wie­der mit dem Zit­tern mit dem letz­ten Eck­ball. Der Puls manch eines Zuschau­ers ver­mut­lich nicht viel tie­fer, als der­je­ni­ge der Akteu­re und das Glück für ein­mal auf Sei­ten der Urner in der Nach­spiel­zeit. So müss­te es in den näch­sten Par­tien jedoch noch­mals sein, damit sich die fuss­bal­le­ri­sche Gerech­tig­keit aus­gleicht in die­ser Sai­son. Schluss­end­lich sind die­se 3 Punk­te jedoch Bal­sam für die See­le und geben Mut und Hoff­nung für den Rest der Sai­son.

6. Mai 2024
Mei­ster­schaft

2

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3

Aus­tra­gungs­ort: Eiz­moos

Tore: 9′ Nan­do Eller 27′ Simon Muo­ser 30′ Mau­rin von Ah 65′ Nico­las Kehr­li
90′ + 1′ Matteo Zgrag­gen