Matchberichte

Sand im Getriebe

Gestern Dienstagabend wurde das verschobene Spiel gegen Hergiswil nachgeholt. Die Reise hätte man sich sparen können, denn man ging im umgepflügten Morast sang- und klanglos mit 5:2 unter.

Die Ausgangslage war klar, mit einem Sieg klettert man eine Runde vor Abschluss der Vorrunde wieder auf den zweiten Platz. Mit Hergiswil II wartete ein Team das rein tabellarisch schlagbar gewesen wäre. Leider zog sich die Leistung vom letzten Wochenende gegen Alpnach gleich weiter. Der einem umgepflügten Acker gleichende Sportplatz war für beide Seiten gleich, leider kamen die Nidwaldner damit besser zurecht. Bei den Erstfeldern wird man aus den letzten beiden Partien nicht richtig schlau. Ist es allenfalls nach 19 Partien seit Juli eine gewisse Müdigkeit im Körper oder im Kopf, oder ist es eine gewisse Genügsamkeit, welche sich einschleicht? Auf jeden Fall geht dem Team im Moment etwas die Leichtigkeit ab, es schleichen sich viele Ungenauigkeiten ein, es fehlt an Durchschlagskraft. Konnte man dies gegen Alpnach wenigstens noch mit einem Sieg kaschieren, kam jetzt gegen Hergiswil die Quittung.

 

Tiefes Niveau

Die Tiefe bezieht sich an diesem Abend nicht nur auf das Geläuf, sondern auch auf das Spiel beider Mannschaften. Auf beiden Seiten Fehlpässe noch und noch, von einem geordneten Spiel ganz zu schweigen. Wollte man einmal spielerisch zum Zug kommen blieb der Ball hängen oder versprang sonst irgendwo hin, so waren technische Fehler zuhauf zu sehen. Die erste Hälfte ist dann schnell erzählt, ein paar Halbchancen auf beiden Seiten, stehende Bälle und trotzdem stand es 3:0 für die Hergiswiler. Das erste Tor ein Absprachefehler in der Abwehr, das zweite ein Penalty und das dritte aus einem Konter mit einem Zuckerpässchen in den Strafraum, dies sollte jedoch die schönste Szene des Spiels bleiben. Leider zu unseren Ungunsten.

In der Pause wechselte Erstfeld gleich vier Spieler aus, was sich insofern in der Charakteristik niederschlug, dass man das Gefühl hatte die Mannschaft wurde wachgerüttelt und kämpfte mehr. Ansonsten änderte sich jedoch nichts, es gelang keinem Team ein ordentliches Spiel aufzuziehen, es war ein Gekicke von einer Seite auf die Andere. Konnte Fabian Gerig nach einem Freistoss von Bernhard Loretz noch den 3:1 Anschlusstreffer erzielen, wurde dies durch Hergiswil wieder mit dem 4:1 neutralisiert. In der 70. Minute dann die Torpremiere von Onur Kabatas. Auch dieses 4:2 wurde dann jedoch mit dem 5:2 durch Hergiswil wiederum zunichte gemacht. Wenn man als Zuschauer 7 Tore sieht, dürfte man sich nicht beschweren, aber nicht einmal die Tore, bis auf das 3:0, waren an diesem Abend schön, meistens wars ein Gewürge oder grobe Schnitzer.

 

Wachrütteln

Wie erwähnt waren die Leistungen der letzten beiden Matches nicht dem Team würdig. Sie haben seit Juli mit ihrem schönen, einfachen Fussball sehr viel Freude bereitet, sie haben als Team gekämpft und so das nötige Wettkampfglück erkämpft. Die letzten beiden Partien fehlte das nötige letzte Quäntchen was der ESC Erstfeld halt braucht um Spiele in der 3. Liga gewinnen zu können. Jetzt schauen wir was heute Nachmittag entschieden wird und kämpfen allenfalls am Samstag gegen Hitzkirch nochmals um 3 Punkte, ansonsten gehen wir verfrüht in die Winterpause was für den einen oder anderen sicherlich nicht schlecht ist um mal den Kopf vom Fussball zu befreien.


27.10.2020

Meisterschaft
5
2
Austragungsort: Sportplatz Grossmatt
Tore: 8. Blättler Norman 1:0; 11. Egloff Ramon 2:0; 36. Egloff Ramon 3:0; 50. Gerig Fabian 3:1; 62. Joller Jascha 4:1; 74. Kabatas Onur 4:2; 82. Bucher Navin 5:2
Aufstellung Heimteam: Esposito Valentino, Kasper Jonah, Gautschi Nico, Hofstetter Fynn, Zgraggen Basil, Schmid Dion, Joller Jascha, Egloff Ramon, Tribelhorn Sven, Blättler Norman, Goncalves da Costa Michel (Kaiser Patrick, Blöchliger Benjamin, Durrer Florian, Bucher Navin)
Aufstellung Gastteam: Bürgler Markus, Gerig Fabian, Tresch Gian-Luca, Traxel Michael, Baumann Jeremias, Tresch Fabio, Schuler David, Arnold Michael, Epp Nino, Baumann Michael, Baumann Silvan (Kabatas Onur, Loretz Bernhard, Gisler Janick, Tresch Sven, Baumann Matthäus)