Matchberichte

Zurück auf der Siegesstrasse

Nach 2 Niederlagen in Serie wusste man, dass dieses Heimspiel gegen Muotathal gewonnen werden musste um den Anschluss an Zug und Baar nicht zu verlieren. Nach einem spannenden Schlagabtausch mit Möglichkeiten auf beiden Seiten gingen die Urner schlussendlich als Sieger vom Platz und befinden sich dank der Niederlagen von Zug wieder auf dem 2. Platz.

 

Gleich in der 4. Minute konnten die Einheimischen einen Freistoss treten, Gian-Luca Tresch auf Silvan Baumann, welcher den Ball jedoch nicht richtig traf und das Gehäuse verpasste. In der 10. Minute war es dann ein Verteidiger welcher einen Freistoss entschärfen konnte. Eine Minute später die bis dato grösste Chance beider Teams, Pirmin Baumann war links aussen schneller am Ball als der herausgeeilte Torhüter, spielte den Pass zur Mitte, Damian Eller verpasste die Topchance jedoch und traf das verwaiste Tor nicht. In der 16. Minute dann der Dämpfer, ein Pfiff des Unparteiischen zum Penalty für Muotathal. Andy Schelbert lief an und verwandelte sicher. Schon wieder gingen die Erstfelder durch einen Strafstoss in Rückstand, das dritte Mal in Folge, wie würden sie darauf reagieren? Anfänglich mussten sie sich ein wenig schütteln, hatten das Spiel in der Folge aber bald wieder unter Kontrolle. Dann eine Szene die zu reden gab, Pirmin Baumann wurde gehalten, der Verteidiger fiel und hielt den Schuss am Boden mit der Hand, der Abpraller davon zu Silvan Baumann, welcher auch noch einmal, aus Sicht der Urner, regelwidrig gehalten wurde, aber keine der Aktionen sanktionierte der Schiedsrichter als penaltywürdig, sehr heikle Szene und Glück für die Gäste. Nach gut einer halben Stunde war es dann Michael Baumann, welcher knapp vor dem Strafraum nur noch mit einem Foul gestoppt werden konnte, der Strafstoss knallte jedoch mit voller Wucht an den Kopf eines Spielers in der Mauer. Spätestens zu diesem Zeitpunkt hatte man das Gefühl, dass dieses Spiel über die stehenden Bälle entschieden würde. In der 40. Minute war es wiederum Pirmin Baumann der für Gefahr sorgte, sein Schuss konnte jedoch durch den Fuss eines Verteidigers zur Ecke abgewehrt werden. Gian-Luca Tresch auf Michael Traxel, welcher in der Rückwärtsbewegung noch genügend Druck auf den Ball bekam um ihn für Betschart unhaltbar zum Ausgleich zu verwandeln. Nun begann das Spiel wieder von vorne. Kurz vor der Pause hatte Silvan Baumann noch die Möglichkeit mit einem Freistoss zur Führung zu treffen, leider ging der Ball knapp am Gehäuse vorbei.

 

Offener Schlagabtausch in Halbzeit zwei

Nach dem Pausentee erspielte sich vorerst keines der beiden Teams zwingende Chancen, so dauerte es bis zur 64. Minute als einer der vielen Eckbälle zum Erfolg führte und das wie! Gian-Luca Tresch spielte den Ball wie zuvor einige Male knapp aufs Gehäuse, diesmal kam jedoch weder Freund noch Feind an den Ball und er landete schön im oberen hinteren Eck. Ein direkt verwandelter Eckball, das sieht man definitiv auch nicht alle Tage, die Führung der Urner nun jedoch Tatsache. In der 76. Minute wurde dann eben dieser Tresch ausgewechselt und eine Minute später Penaltypfiff für Erstfeld. Wiederum, wie schon gegen Schwyz, wollte zuerst niemand die Verantwortung übernehmen, nachdem der etatmässige Schütze nicht auf dem Platz war. Pirmin Baumann fasste sich dann jedoch ein Herz und trat als Schütze an, leider ahnte Betschart die Ecke und konnte den Ball abwehren. Schade, man hatte das Gefühl, dass das 3:1 die Entscheidung gewesen wäre. Vier Minuten später war es wiederum Pirmin Baumann, welcher über links für Gefahr sorgte, sein Abschluss traf jedoch nur das Gehäuse, nun war das Spiel definitiv lanciert. Muotathal wenig später mit einem Freistoss welcher das Urner Tor knapp verfehlte und im Angriff darauf Silvan Baumann welcher den Torwart zwar ausspielte, seinen Schuss jedoch noch vor der Linie abgewehrt sah. Beim nächsten Angriff war es wiederum Pirmin Baumann, diesmal von rechts welcher den Ball fast auf der Grundlinie in die Mitte spielte, dort verfehlten jedoch sämtliche Spieler, wie auch Michael Planzer am zweiten Pfosten die tolle Hereingabe, welche nur noch hätte eingeschoben werden müssen. Wenn sich diese Chancenverwertung nur nicht rächen würde. So lief bereits die 90. Minute und Nachspielzeit, als es nochmals Aufregung gab vor dem Erstfelder Tor, war es zuerst eine Szene in der sich die Schwyzer benachteiligt fühlten, da der Schiedsrichter ihnen einen Penalty verwehrte, musste Markus Bürgler für die Einheimischen mit einer grossartigen Parade den Sieg festhalten. Beide Szenen hätten mit etwas mehr Glück für die Gäste noch zum Ausgleich führen können, die Platzherren in diesen Momenten mit dem Glück des Tüchtigen, oder mit dem Ausgleich vom verwehrten Penalty in der ersten Halbzeit.

 

Fazit

Die tolle Zuschauerkulisse mit rund 250 Zuschauern, sah ein Spiel welches hauptsächlich von stehenden Bällen lebte. Vereinzelte Grosschancen wurden leider ausgelassen, sodass es am Schluss noch sehr spannend wurde und man um die 3 Punkte noch zittern musste. Das Glück welches in den letzten Spielen teilweise ein wenig fehlte wurde an diesem Abend jedoch am Schluss eingezogen. Schlussendlich konnte man den Sieg festhalten und befindet sich neu wieder auf dem zweiten Platz nachdem Zug dieses Wochenende eine Niederlage eingefahren hat. Nun heisst es für die letzten beiden Partien gegen Ibach auswärts und Zug am letzten Wochenende wieder zuhause, nochmals alle Kräfte zu bündeln um zumindest diesen Platz halten zu können und so in die Winterpause gehen zu können.

 

Bilder: Marco Eberli


16.10.2021

Meisterschaft
2
1
Austragungsort: Sportanlage Pfaffenmatt
Zuschauer: 250
Schiedsrichter: Demir Pehlül
Tore: 16. Andy Schelbert 0:1; 42. Michael Traxel 1:1; 64. Gian-Luca Tresch 2:1
Aufstellung Heimteam: Bürgler, Eller, Gerig, Silvan Baumann, Gian-Luca Tresch (77. Michael Planzer), Michael Traxel, Michael Baumann (68. Samuel Baumann), Sven Tresch (60. Patrik Wyrsch), Pirmin Baumann, Nino Epp, Mattia Epp
Aufstellung Gastteam: Andreas Betschart, Armin Bürgler (32. Maurice Suter), Horat, Andrin Bürgler, Marcel Betschart, Nick Bürgler, Petrit Panxhaj, Adrian Betschart (81. Thomas Betschart), Andy Schelbert, Annen (75. Schuler), Marco Betschart