Matchberichte

Später Punktgewinn

Aufgrund der Unbespielbarkeit des Tschaibrunnens wurde auf den Kunstrasen im Wintersried ausgewichen. Das Spiel wurde verspätet angepfiffen und man hatte das Gefühl, es war alles ein bisschen verspätet an diesem Abend. Beide Teams konnten nicht überzeugen und trennten sich am Schluss mit einem 1:1 Unentschieden.

Gleich zu Beginn starteten die Gäste mit einem starken Angriff, Gian-Luca Tresch schickte Michael Baumann in die Tiefe welcher quer auf seinen Bruder Silvan legte, dessen Abschluss das Gehäuse jedoch verpasste. Der vielversprechende Auftakt in die Partie sollte jedoch in der ersten Halbzeit fast die einzige spielerische Leistung vom ESC sein, ab da stellte man das technische Spiel aus unerfindlichen Gründen ein und es wurde mit weiten Bällen das Glück gesucht, was auf dem ungewohnten Untergrund an diesem Abend sicherlich nicht das richtige Mittel war, denn entweder wurden die Bälle zu schnell, oder konnten technisch nicht verarbeitet werden. Man war auf die zweiten Bälle zumeist den berühmten Schritt zu spät. Die aufsässigen Gastgeber waren präsenter, wussten jedoch spielerisch ebenfalls kein Rezept. Es war eine Viertelstunde gespielt, als den Erstfeldern im Aufbau ein Fehler unterlief, wie so oft an diesem Abend wurde die komplizierte Variante gesucht, statt den freien Mitspieler in der Nähe anzuspielen. Der Zweikampf ging verloren, die unsortierte Abwehr wurde ausgespielt und es stand 1:0 für die Platzherren. War das vielleicht der nötige Weckruf? Nein leider nicht, denn bis zur Pause vermochten lediglich die Schwyzer noch 1-2 gefährliche Aktionen zu verzeichnen, welche jedoch am eigenen Unvermögen oder an Markus Bürgler scheiterten.

 

Fand man das Rezept in Halbzeit zwei?

Die erste Chance hatten wieder die Platzherren, deren Schuss die Torumrandung jedoch knapp verfehlte. Ab dann wurde das Spiel von Erstfeld jedoch dominanter. Es wurde mehr der flache einfache Ball gespielt, statt wie in der ersten Halbzeit der weite auf gut Glück, nichtsdestrotrotz hatte man immernoch nicht den nötigen Druck hinter den Aktionen. Es dauerte bis zur 67. Minute als wiederum Gian-Luca Tresch und Michael Baumann sich durchspielten, dessen Flanke auf den Kopf von Pirmin Baumann, der Torhüter jedoch noch Sieger in diesem Duell. Knapp drei Minuten später musste Markus Bürgler mit einer super Parade ein weiteres Tor verhindern. Je länger das Spiel dauerte desto bemühter waren die Gäste, leider lief auch dann noch zuwenig zusammen. So kam es wie es kommen musste an einem solchen Abend, man haderte mit der einen oder anderen Schiedsrichterentscheidung, welche sicherlich nicht immer zugunsten der Gäste ausfielen. Es lief die 82. Minute als Pirmin Baumann an den Ball kam und es mit einem Abschluss versuchte, diesmal war er Sieger im Duell und konnte mit seinem schönen Schuss zum mittlerweile nicht unverdienten Ausgleich einnetzen. Die Gäste nun noch mehr angestachelt, die Platzherren im Verteidigungsmodus mit einzelnen Kontern. Leider sah Nino Epp bei einem Eckball im Strafraum von Schwyz, nach seiner zweiten gelben Karte an diesem Abend noch die Ampelkarte, sodass der Druck ein wenig abnahm. Schlussendlich musste man sich mit diesem Unentschieden zufriedengeben.

 

Fazit

Der verspätete Anpfiff war symbolisch für die erste Halbzeit. Man war zumeist einen Schritt zu spät, das technische Spiel wurde nach der zweiten vielversprechenden Aktion nach wenigen Minuten eingestellt und es wollte nichts mehr richtig zusammenklappen. Die Pausenansprache vom Trainerduo Kieliger/Herger konnte zwar etwas bewirken, dennoch hat es an diesem Abend spielerisch nicht gereicht um auf dem harten Kunstrasen die Schwyzer zu besiegen. Nun heisst es am nächsten Samstag wiederum auswärts in Steinhausen die nötige Reaktion von Anfang an zu zeigen, nach den zwei unglücklichen Spielen gegen Zug und Schwyz. Beide Spiele haben aber gezeigt, dass man mit der nötigen Konzentration und dem Kämpferherz ein Spiel noch umbiegen kann, aber Erstfeld braucht diese Tugend übers ganze Spiel. Jeder Spieler muss von Anfang an bereit sein und vorallem muss wiederum das einfache Spiel gefunden werden, es braucht keine Extradrehung, kein Diagonalpass übers ganze Feld, man hat die spielerischen Fähigkeiten jeden Gegner mit kurzem, feinen Passspiel in Bedrängnis zu bringen. Dies heisst es schnellstmöglich wieder zu finden.


17.09.2022

Meisterschaft
1
1
Austragungsort: Sportanlage Wintersried
Schiedsrichter: Thanabalasingam Muralitharan
Tore: 15. SC Schwyz 1:0; 82. Pirmin Baumann 1:1