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Auf Wikipedia wird der Fussballfan wie folgt umschrieben (gekürzte Version):

«Ein Fan; von Latein: Fanaticus – in rasende Begeisterung versetzt; Englisch: fanatic – eifernd, sich rücksichtslos einsetzend) ist ein Mensch, der längerfristig eine leidenschaftliche Beziehung zu einem sportlichen Fanobjekt hat und in die emotionale Beziehung zu diesem Objekt Ressourcen wie Zeit und/oder Geld investiert. Die Intensität der Anhängerschaft variiert dabei stark.»

Der ESC Erstfeld ist enorm dankbar und stolz auf eine solch treue Fangemeinschaft blicken zu dürfen. Die Heimspiele werden von Jung und Alt besucht und es fühlt sich immer wieder wie eine grosse Familie an. Aber auch der Rückhalt und die Unterstützung an Auswärtsspielen, egal zu welchem Wochentag oder Jahreszeit sucht nicht nur in der 3. Liga ihresgleichen. Vielfach fühlt man sich an Auswärtsspielen auch beinahe wie zuhause, ESC Gesichter wo man hinblickt. Vielen Dank für diesen tollen Einsatz zugunsten unserer Spieler und aller Mannschaften. Wir wissen das zu schätzen und freuen uns als Verein sehr darüber, dass der ESC so beliebt ist, dass ihr soviel Zeit und Herzblut investiert.

Nichtsdestotrotz möchten wir als Verein auch wieder einmal auf unsere Werte hinweisen, Gastfreundschaft, Toleranz, Respekt, urchige Gemütlichkeit etc.etc.

Es ist leider eine Tendenz auf den Fussballplätzen feststellbar, die nicht nur den ESC Erstfeld oder den Fussball betrifft, sondern ein Gesellschaftsproblem ist. Der gegenseitige Respekt wird geringer, andere Meinungen werden teilweise schlechter verkraftet, unterdrückt oder gar niedergeschrien, dies vielfach in der Masse der Anonymität. Sicherlich wird dieses Phänomen in den Emotionen die in einem Spiel auftreten noch verstärkt, trotzdem sollte dies keine Entschuldigung für gewisse Entgleisungen sein, sei dies gegenüber den gegnerischen Spielern, Fans oder auch dem Schiedsrichter. In der Herbstrunde wurde unser Verein nun aufgrund eines Spielleiterrapports gebüsst für ungebührliches Verhalten der Zuschauer. Es versteht sich von selbst, dass der Spielleiter hier zuerst erkennen musste, dass es sich um Erstfelder Zuschauer handelte und zweitens dies auch noch rapportieren musste. Wir als Verein können es nicht tolerieren, dass Bussen gegen Zuschauer ausgesprochen werden, welche dann durch den Verein zu berappen sind. Es geht in erster Linie nicht um den Geldbetrag, sondern um das Licht, in welches der ESC gestellt wird mit solchen Aktionen. Wir hoffen schwer, dass solche Aktionen wie die am 23. Oktober im Muotathal, welche weder Respekt noch Anstand zum Schiedsrichter zeigen, nicht mehr vorkommen.

Im Fussball gibt es in 99% der Situationen immer zwei Meinungen. Heutzutage wird bei offensichtlichen Fouls noch auf Unschuldslamm, oder bei einer, wenn überhaupt vorhandenen, hauchzarten Berührung auf sterbender Schwan gemacht. Dass dies für einen Spielleiter alleine auf dem Platz manchmal fast nicht zu unterscheiden ist, oder dass dieser Mensch auch Emotionen, Gefühle und seine guten und schlechten Tage hat, wird in den Emotionen schnell mal ausgeblendet. Ein Schiedsrichter trifft gemäss gewissen Datenbanken 200 Entscheidungen pro Spiel (auch ein Nichtpfiff ist ein Entscheid), dass diese nicht zu 100% fehlerfrei sind, liegt in der Sache des Spiels, aber wie gesagt, auch wenn der Pfiff eindeutig war, irgendjemand ist immer unzufrieden damit und tut dies dann auch zumeist lautstark kund. Die Art wie gewisse Entscheide begründet oder aufgezeigt werden, kann einem passen oder nicht, liegt dann aber ebenfalls im Ermessen des Spielleiters. Wie auch immer man das dann von Aussen empfindet oder auffasst, es ist kein Grund ausfällig zu werden, nur weil man sich auf einem Fussballplatz befindet. Regeln des Anstandes sollten nicht ausser Kraft sein, nur weil jemand kurze Hosen trägt.

Müssen wir mit Entscheidungen und dem Auftreten des Spielleiters, mit der gegnerischen Mannschaft oder den gegnerischen Fans immer einverstanden sein? Nein, ganz gewiss nicht! Zum Fussball gehören Emotionen, mitleben, mitleiden, mitfiebern mit jeder Phase des Körpers, genau das macht die Faszination dieser schönsten Nebensache der Welt aus. Aber, und das soll ein ganz grosses Aber sein, der ESC Erstfeld und seine Fans sollten sich nicht wie die grosse Masse der Anonymität verhalten, wir wollen den gross beworbenen Spruch auf den Trikots der Profiteams «Respect» auch ausleben. Respektieren wir den Spielleiter, die gegnerischen Spieler und Fans folglich ab 2023 wieder wie wir es für unsere eigenen Spieler wünschen wie sie respektiert werden sollten von diesen Gruppen. Seien wir wieder oder weiterhin vorbildliche Gastgeber und Gäste in der Innerschweiz auch wenn der Puls mal wieder bis zum Hals schlägt.

Mit dem (von uns ironisch gemeinten) Schlusswort vom ehemaligen Liverpool Trainer Bill Shankly: «Einige Leute halten Fussball für einen Kampf auf Leben und Tod. Ich mag diese Einstellung nicht. Ich versichere Ihnen, dass es weit ernster ist.» bedankt sich der ESC Erstfeld nochmals ganz herzlich bei all seinen treuen Fans welche die Mannschaften immer und überall tatkräftig und mit vollem Herzen unterstützen. Ihr macht den Verein zu dem was er ist.

Wir wünschen euch eine schöne Fussballpause, eine besinnliche Adventszeit und freuen uns euch im Frühling wieder auf jedem Fussballplatz, egal ob Kunstbelag, Naturrasen oder Acker in der Innerschweiz zu treffen.