29. Mai 2026

Zwei Rücktritte zum Saisonende

Am kom­menden Sam­stag, 30. Mai ste­ht auf der Pfaf­fen­matt das let­zte offizielle Heim­spiel der 1. Mannschaft des ESC Erst­feld in der laufend­en Sai­son auf dem Pro­gramm. Nach den erfreulichen Resul­tat­en in den let­zten Spie­len und dem Der­bysieg in Alt­dorf ste­ht das Team nun auf dem zweit­en Platz und kön­nte die Auf­stiegsspiele aus eigen­er Kraft erre­ichen. Dies hof­fen auch Bern­hard Zopp, Masseur und Dami­an Eller, Spiel­er der ersten Mannschaft. Damit kön­nten sie ihre Zeit in der 1. Mannschaft noch um 4 weit­ere Spiele ver­längern. Anschliessend wer­den sie aus dem Fan­ion­team zurück­treten. Zeit, um mit den bei­den auf viele tolle Erleb­nisse zurück­zuschauen.

Masseur mit viel Herzblut

Bern­hard Zopp wurde 1989 ange­fragt, ob er die 1. Mannschaft als Masseur unter­stützen kön­nte. Train­er damals war Pius Kieliger. Mit einem Lächeln erin­nert sich Bern­hard an diese Zeit zurück. Im alten Clublokal hat­te er einen kleinen Raum, der durch seinen «Schra­gen» schon fast gefüllt war. Es gab kaum Platz rund­herum. Mit Aus­nahme von 2007 – 2013 war er sei­ther zuver­läs­sig als Masseur des ESC Erst­feld tätig. Weit­ere viele schöne Erleb­nisse bleiben in Erin­nerung. Ange­sprochen auf Anek­doten aus den Train­ingslagern lacht Zopp, da gebe es viele. Beson­ders blieb ihm das Train­ingslager in Spanien in Erin­nerung. Das Team aus Spar­tak Moskau war im sel­ben Hotel unterge­bracht. Durch­trainierte Spiel­er standen den ESC-lern gegenüber und woll­ten gar ein Train­ingsspiel aus­tra­gen. Die Spiel­er woll­ten schein­bar nichts davon wis­sen, den­noch kam es zum Aufeinan­dertr­e­f­fen. Die Par­tie fand im Sta­dion statt und alle hät­ten sich gefühlt wie Profis.

Der ESC liegt und lag Bern­hard Zopp sehr am Herzen. Auf Grund eines Train­ingslagers in Zypern ver­passte er damals sog­ar die Geburt seines zweit­en Sohnes.

Er schätzt es sehr, dass man beim ESC aufeinan­der schaut und ein gutes Ver­hält­nis hat. Von 2007 – 2013 war er auch in auswär­ti­gen Vere­inen im Ein­satz, aber das sei nicht das Gle­iche gewe­sen. 

Bern­hard wollte immer das Beste für seine Spiel­er. Deshalb habe er sich auch regelmäs­sig weit­erge­bildet. Dadurch hat er immer wieder neue Meth­o­d­en ken­nen­gel­ernt und ver­sucht, neue Erken­nt­nisse ein­fliessen zu lassen. Es machte ihn dann auch Stolz, wenn er etwas ein­brin­gen oder verbessern kon­nte. Dass dies auch schon bess­er funk­tion­iert habe als in der heuti­gen Zeit, kon­stern­iert er etwas ent­täuscht. Mit den Handys wür­den sich die Spiel­er die Infos heute oft online holen.

In sein­er Zeit war ihm vor allem auch die Präven­tion von Ver­let­zun­gen immer sehr wichtig. Zu Beginn sei «Ein­laufen» noch ein Fremd­wort gewe­sen. Im Ver­gle­ich zu früher haben sich die Ver­let­zun­gen stark reduziert.

Ange­sprochen auf Erin­nerun­gen an spezielle Spiele meint unser langjähriger Masseur, dass ihm eher die Ver­let­zun­gen in Erin­nerun­gen geblieben seien. Immer wieder habe er alles hin­ter­fragt, wenn Spiel­er zum Beispiel mit Zer­run­gen aus­ge­fall­en seien. So fragte er sich oft: Was hätte man bess­er machen kön­nen, um dies zu ver­hin­dern? Dies zeigt, wie pflicht­be­wusst Bern­hard Zopp seine Auf­gabe wahrgenom­men hat. Um auf dem aktuellen Stand zu sein, hat er dann auch mal bei den Eishock­ey-Profis in Zürich vor­beigeschaut.

 Neben akribis­ch­er Weit­er­bil­dung war für ihn aber auch die Zusam­me­nar­beit mit den Train­ern immer sehr wichtig. Beson­ders pos­i­tiv in Erin­nerung bleibt ihm John Short­iss, welchen er während dem Gespräch immer wieder erwäh­nt. Er habe die Wichtigkeit des Masseurs auf ein neues Niveau gehoben. Es gebe aber natür­lich ganz viele tolle weit­ere Begeg­nun­gen mit Train­ern oder auch Spiel­ern, die er in sein­er langjähri­gen Tätigkeit gehabt habe. Er habe beim ESC viele tolle Stun­den erlebt. Manch­mal sei man auch etwas zu lange zusam­menge­sessen. Er blät­tert in seinen Unter­la­gen und schaut sich alte Bilder an. Man merkt, es kommt neben einem grossen Stolz und Zufrieden­heit auch etwas Wehmut auf. Er hält inne bei den Bildern und meint: «Ja, auch einige Torhüter bleiben mir in Erin­nerung. Wir hat­ten sehr viele gute Torhüter und sie hat­ten auch ihre Eigen­heit­en.» (lacht) 

Auf die Zukun­ft ange­sprochen ist für «Beni» Zopp klar. Will man weit­er­hin Erfolg haben, sind gut aus­ge­bildete Train­er für die Aus­bil­dung unser­er jun­gen Tal­ente und eine gute Har­monie im Team sehr wichtig. Er sieht es als grossen Vorteil, wenn man sich auf den Vere­in und seine eige­nen Tal­ente konzen­tri­ert. Das zeichne den ESC mit­tler­weile aus und diese Philoso­phie find­et Bern­hard super.

Beni, wir danken dir von Herzen für die vie­len unzäh­li­gen Stun­den und deine akribis­che Arbeit in über 30 Jahren für die Spiel­er der 1. Mannschaft und den Vere­in. Eine sehr lange Zeit, unglaublich. Wir hof­fen, dich auch in der Zukun­ft auf der Pfaf­fen­matt begrüssen zu dür­fen. 

Poly­va­len­ter «20 Min­utä-Dämu»

Beim let­zten offiziellen Heim­spiel der 1. Mannschaft ver­ab­schiedet sich neben Bern­hard Zopp aber auch noch ein langjähriger Spiel­er. Dami­an Eller war beim Ein­stand von Bern­hard Zopp noch gar nicht auf der Welt. Im Jahr 2010 mit ger­ade mal 15 Jahren kam aber auch er schon früh in die 1. Mannschaft. Schon bald war er mit sein­er Schnel­ligkeit und sein­er Hart­näck­igkeit eine unverzicht­bare Team­stütze. Dies zeich­nete ihn über die Jahre aus und Dami­an brachte zuver­läs­sig seine Leis­tun­gen, egal ob als Flügel­spiel­er, Stürmer, Aussen­vertei­di­ger oder zulet­zt sog­ar als Innen­vertei­di­ger. Einzig während sein­er Rekruten­schule litt seine Aus­dauer etwas. Beim Spiel in Alt­dorf musst er bere­its nach 20 Minuten aus­gewech­selt wer­den und «dr 20-Min­utä-Dämu» war geboren. Bald aber schon war seine Gefährlichkeit zurück. Diese stellte er auch beim Der­by im Früh­ling 2025 nochmals unter Beweis, als er sich auf der heimis­chen Pfaf­fen­matt als Sieg­torschütze gegen Alt­dorf ausze­ich­nen kon­nte. Dieses Spiel und der Auf­stieg in Stans in die 3. Liga, als man den tollen Teamgeist unter Beweis stellte, sind dann für ihn auch die High­lights, wenn er auf seine Zeit in der 1. Mannschaft zurückschaut.

Viel mehr als einzelne Spiele bleiben ihm aber der tolle Teamgeist und die Erleb­nisse neben dem Platz, die Abschlussreisen, Garder­oben­par­tys oder ein­fach die gemütlichen Stun­den im Club­haus in bester Erin­nerung. Der ESC zeich­net sich für ihn durch seine Boden­ständigkeit, Lei­den­schaft und das famil­iäre Umfeld aus. Das sei für ihn viel wichtiger als der Fuss­ball an sich.

Der ESC bedankt sich bei «Dämu» für seinen langjähri­gen und vor­bildlichen Ein­satz in der 1. Mannschaft.

Ein Mannschafts­fo­to von 1990 mit Bern­hard Zopp (mit­tlere Rei­he, drit­ter von rechts).

Mehr als drei Jahrzehnte lang war Bern­hard Zopp als Masseur an der Seit­en­lin­ie des ESC im Ein­satz.

Ob als Flügel, Stürmer oder Vertei­di­ger: Dami­an Eller war seit 2010 ein unverzicht­bar­er Teil der 1. Mannschaft.